Die Kontenklärung bei der Deutschen Rentenversicherung

Die späteren Zahlungen aus der gesetzlichen Rente berechnen sich anhand des Verdienstes während des Arbeitslebens. Aber es gibt die sogenannten Rentenpunkte auch bei Arbeitslosigkeit oder für Zeiten der Kindererziehung. Mit der Kontenklärung bei der Deutschen Rentenversicherung soll den Versicherten die Möglichkeit gegeben werden, Fehler im Rentenverlauf zu korrigieren. Valomoney gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den Prozess der Kontenklärung.

Welche Bedeutung hat das Versicherungskonto?

Für jeden Versicherten führt die Deutsche Rentenversicherung ein Versicherungskonto. Damit die eingehenden Daten dem richtigen Konto zugeord­net werden können, erhält jeder Versicherte eine individuelle Versicherungsnummer. Ein vollständiges und aktuelles Versicherungskonto ist die Grundlage für aussagekräftige Rentenauskünfte und Renteninformationen, denn es enthält alle Zeiten, die für die Rente wichtig sind. Dazu gehören neben Beitragszeiten zum Beispiel auch Schul-, Arbeitslosigkeits-, Krankheits- und Kindererziehungszeiten.

Wer kann eine Kontenklärung beantragen und welchen Nutzen hat man davon?

Eine Kontenklärung können alle Menschen beantragen, die einen Anspruch auf eine gesetzliche Rente haben. Üblicherweise erwirbt man einen Rentenanspruch, wenn man mindestens fünf Jahre beschäftigt war und Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt hat. In die Berechnung der späteren Rente fliessen viele Zeiten mit ein, darunter Zeiten des Schulbesuchs, eine Ausbildung oder ein Studium, Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Kindererziehung. Diese Zeiten bringen zwar nicht unbedingt Rentenpunkte, erhöhen aber den Rentenwert. Nicht alle Zeiten, die berücksichtigt werden können, liegen der Versicherung automatisch und vor allem korrekt vor. Mit der Kontenklärung können ggf. fehlende Angaben und Informationen nachgereicht und die zukünftige Rente positiv beeinflusst werden.

Welche Unterlagen werden zur Kontenklärung benötigt?

Um Ihr Versicherungskonto zu klären beziehungsweise zu vervollständigen, können folgende Unterlagen erforderlich sein:

  • Nachweise über entrichtete Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung (z. B. Aufrechnungsbescheinigungen)
  • Geburtsurkunde bzw. Personalausweis / Reisepass
  • Geburtsurkunden der Kinder (auch bei Vätern)
  • Eheurkunden bei Namensänderung
  • Nachweise über
    • Ausbildungszeiten (Schule, Ausbildung, Studium)
    • Arbeitslosigkeit bzw. Ausbildungssuche
    • Krankheitszeiten
    • Erwerbstätigkeit im Ausland

Muss die Kontenklärung beantragt werden?

Es gibt viele einfache Wege, wie man die Konten­klärung anstoßen kann:

Am schnellsten stellt man den Antrag auf Kontenklärung im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung.de gleich auf der Startseite. Hier kann man sich die Antragsvordrucke auch ausdrucken. Den Antrag kann man auch persönlich beim Rentenversicherungsträger stellen. Die Adressen findet man ebenfalls auf den Internetseiten der Deutschen Rentenversicherung.

Wann sollte ein Antrag auf Kontenklärung gestellt werden?

Renteninformation oder Rentenauskunft sind wichtig für die persönliche Altersvorsorge-Planung. Doch Aussagekraft besitzen sie nur mit einem vollständigen und korrekt gespeicherten Versicherungskonto. Es liegt daher auch im eigenen Interesse, das Versicherungskonto so früh wie möglich zu klären. Fehlende Nachweise können dann auch noch leichter beschafft werden. Wer in absehbarer Zeit eine Altersrente oder Rehabilitation beantragen möchte, sollte sich ebenfalls möglichst früh um eine Kontenklärung kümmern.

Wie lange dauert die Bearbeitung der Kontenklärung?

Für die Dauer der Bearbeitung ist entscheidend, ob das Versicherungskonto Lücken hat. Ist alles lückenlos gespeichert, dauert es nicht lange und man erhält sein Wartezeitauskunft oder Rentenauskunft. Sind jedoch Lücken vorhanden, dauert es meist etwas länger. Doch das Warten kann sich lohnen: Denn findet sich noch ein fehlender Nachweis, so kann sich dadurch auch die spätere Rente erhöhen.

THEMEN: Altersvorsorge