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Rom (dpa) – Der letzte G20-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat begonnen. Die nur noch geschäftsführende Regierungschefin nahm am Samstag zusammen mit ihrem Finanzminister und wahrscheinlichen Nachfolger Olaf Scholz (SPD) an der Konferenz der wichtigsten Wirtschaftsmächte in Rom teil.

Die beiden haben sich vorgenommen, Kontinuität in der deutschen Außenpolitik nach dem bevorstehenden Regierungswechsel zu demonstrieren. Am Samstagnachmittag wollen sie sich zusammen mit US-Präsident Joe Biden treffen. Der Gipfel begann am Samstag mit der Begrüßung der Teilnehmer durch den italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi und dem traditionelle Familienfoto. Zwei wichtige Staatschefs fehlen in Rom: Der chinesische Präsident Xi Jinping und der russische Präsident Wladimir Putin reisten wegen der Corona-Pandemie nicht an. Merkel wird bei dem Gipfel auch von ihrem Ehemann Joachim Sauer begleitet.

Kampf gegen Corona

Am ersten Gipfeltag wird es um den Kampf gegen Corona und die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie gehen. Die wichtigsten Wirtschaftsmächte wollen sich dafür einsetzen, dass bis nächsten September mindestens 70 Prozent der Bevölkerung in allen Ländern weltweit gegen Corona geimpft werden. Die Gesundheits- und Finanzminister hatten sich bei ihrem Treffen am Freitag hinter dieses Ziel der Weltgesundheitsorganisation WHO gestellt. Noch unklar ist aber, was die G20 tun will, um dieses Ziel zu erreichen. Am Sonntag ist der Klimaschutz das Topthema. Parallel beginnt im schottischen Glasgow die Weltklimakonferenz, bei der es darum geht, wie das 2015 im Pariser Klimaabkommen formulierte Ziel erreicht werden kann, die gefährliche Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Die G20-Staaten spielen dabei die entscheidende Rolle, weil sie für mehr als drei Viertel der Emissionen verantwortlich sind.

Familienfoto mit Corona-Helfern

Für ihr traditionelles Familienfoto vor Beginn des Gipfels holten die Staats- und Regierungschefs Corona-Helfer mit auf das Podest. Gastgeber Mario Draghi bat auch noch Ärzte, Krankenpfleger und Sanitäter auf die Bühne. Unter dem Applaus der Politiker stellten sich diese dann zwischen die Staatschefs. Italien war im vergangenen Jahr eines der am härtesten von der Pandemie betroffenen Länder in Europa. Die G20 vereint knapp zwei Drittel der Weltbevölkerung und vier Fünftel der weltweiten Wirtschaftskraft. Mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und dem russischen Staatschef Wladimir Putin werden zwei der wichtigsten Länder wegen Corona nicht auf höchster Ebene physisch beim Gipfel vertreten sein. Sie werden aber per Video zugeschaltet.

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Der Gipfel wird von 8000 bis 9000 Polizisten gesichert. Rund 2000 Soldaten bewachen außerdem wichtige Gebäude, Sehenswürdigkeiten, Botschaften und Ministerien. Am Freitag kam es bereits zu kleineren Protesten für eine gerechtere Verteilung von Impfstoffen und eine Schulreform in Italien. Am Samstagnachmittag (14.30 Uhr) will die Kommunistische Partei unweit des Kolosseums gegen Ministerpräsident Mario Draghi demonstrieren. Etwa eine halbe Stunde später ist die Demonstration von Klimaaktivisten, darunter Fridays for Future, geplant. Erwartet werden nach Medienberichten etwa 5000 Teilnehmer.

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