Synlab: Labordienstleister will an die Börse

Am heutigen Mittwoch gab die Synlab, Anbieter von human- und veterinärmedizinischen Labordienstleistungen, bekannt, einen Börsengang im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse zu planen.

Synlab war 2015 aus dem Zusammenschluss der beiden Labordienstleister Labco und Synlab entstanden und hat ihren Hauptsitz in München. Im Jahr 2018 hat Synlab mit einem Netzwerk von 400 Laboren einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das Unternehmen erbringt diagnostische Dienstleistungen in den Bereichen Human- und Tiermedizin und hat zudem seit Beginn der Covid-19-Pandemie seine starke Plattform genutzt, um SARS-CoV-2 Tests sowie Testverfahren zu entwickeln und umzusetzen.

In der breiten Öffentlichkeit wurde Synlab bekannt, als das Unternehmen im Rahmen der Covid-19-Pandemie von der UEFA zum „UEFA Laboratory Diagnostics Provider 2020/2021“ ernannt wurde, um Spieler, Schiedsrichter und Verbandsoffizielle zu testen. Synlab ist mit 19.000 Mitarbeitern in mehr als 30 Ländern aktiv und somit logistisch in der Lage, einen solchen Auftrag zu erfüllen.

Das Angebot wird neu ausgegebene Aktien aus einer Kapitalerhöhung sowie Aktien aus dem Bestand der Altaktionäre umfassen. Zu den Altaktionären gehören das Private Equity Unternehmen Cinven und die dänische Holding Novo Holdings A/S, Muttergesellschaft des dänischen Pharmaherstellers Novo Nordisk.

Der Börsengang und erster Handelstag ist für das zweite Quartal 2021 geplant, so Synlab in seiner heutigen Presseaussendung. Das öffentliche Angebot richtet sich an Privatanleger und institutionelle Investoren gleichermaßen. Synlab strebt einen Bruttoerlös in einer Grössenordnung von 400 Millionen Euro an, der Finanzverbindlichkeiten ablösen und die Verschuldung des Unternehmens weiter reduzieren soll.

THEMEN: IPO, Geldanlage