Huarong: Vermögensverwalter muss gestützt werden

Der milliardenschwere, chinesische Vermögensverwalter China Huarong Asset Management, der sich bereits seit 2018 in einer Restrukturierung befindet, muss wohl gestützt werden. Sowohl Banken sollen Kredite geben als auch chinesische Staatsinstitute ihren Beitrag leisten.

Insidern zufolge bereitet sich die chinesische Finanzaufsicht auf eine Stützung des Vermögensverwalters Huarong vor. Reuters berichtete, die Behörde habe die Banken dazu aufgerufen, Huarong weiterhin mit benötigten Kredite zu versorgen. Auch einige staatliche Institute würden darauf vorbereitet, im Notfall finanzielle Hilfe zu leisten. Derzeit hat Huarong ausländische Anleihen im Gesamtvolumen von knapp 22,5 Milliarden Dollar ausstehen, wovon 3,6 Milliarden Dollar in diesem Jahr zur Rückzahlung fällig sind.

Huarong wurde 1999 in Peking gegründet und gehört zu den größten chinesischen Vermögensverwaltern. 2018 begann ein Ermittlungsverfahren gegen den früheren Chef des Verwaltungsrat, Lai Xiaomin, wegen des Vorwurfs der Korruption und Bigamie. Im Januar 2021 wurde Lai zum Tode verurteilt. Seit Beginn der Ermittlungen gegen Lai befindet sich der Vermögensverwalter in der Restrukturierung.

Zudem geriet das Unternehmen durch die verspätete Veröffentlichung von Geschäftszahlen in Schieflage. Seitdem stoßen Investoren massiv Anleihen ab. Der Handel mit Huarong-Aktien ist seit März 2021 ausgesetzt.

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