Cash: Wie kann ich mein Geld sicher parken?

Anleger sind meistens nicht voll investiert und wollen aus verschiedenen Gründen „flüssig“ bleiben. valomoney zeigt Ihnen Lösungen, wie Sie Cash kurzfristig parken können, um dem Negativzins zu entkommen.

Beunruhigende Schlagzeilen machen momentan die Runde: „Negativzinsen fressen Erspartes“ oder „Negativzins frisst sich bis zur Mittelschicht“. In der Tat ist es so, dass inzwischen viele Banken und Sparkassen Strafzinsen auf Sicht- und Spareinlagen erheben – üblicherweise aber mit gewissen Freibeträgen, die momentan noch recht hoch sind. Auch Direktbanken haben in 2020 bereits damit begonnen, die von der EZB erhobenen Verwahrentgelte auf ihre Kunden abzuwälzen.

Was ist überhaupt der Negativzins und warum es ihn gibt?

Negativzinsen oder Verwahrentgelte waren bislang eigentlich undenkbar. Banken und Sparkassen konnten Gelder zu einem positiven Zinssatz bei der Europäischen Zentralbank parken. Bis die EZB am 11.06.2014 erstmals in ihrer Geschichte einen negativen Einlagezins erhob. Ab diesem Tag sollten die systemstabilisierenden Faktoren nicht nur den Geldumlauf und somit die Wirtschaft und das Bankensystem stützen, sondern auch die Kreditnachfrage über alle Zielgruppen hinweg ankurbeln.

Im vergangenen Jahr hat sich dieser eigentlich positiv gedachte Effekt um einen Negativeffekt für Sparer erweitert. Seit 2020 werden in Deutschland auch auf private Spar- und Sichteinlagen sowie auf Abwicklungskonten für beispielsweise Investmentfonds oder Wertpapierdepots fast flächendeckend Negativzinsen bzw. Verwahrentgelte für Cash-Positionen erhoben. In der Spitze macht das aktuell eine Wertminderung auf geparkte Liquidität von bis zu 0,6% p. a. Mitursächlich für diese Entwicklung sind die Vorgaben der Basel-Regelungen an die Banken bezüglich deren Eigenkapitalhinterlegung und Risikobegrenzung. Die mit dem negativen Einlegersatz der EZB angestrebte, vereinfachte Vergabe von Krediten wird auf diesem Weg durch immer stärker einzubeziehende Anforderungen an bankenseitige Risikominimierung und Sicherheitshinterlegung weitreichend eingeschränkt. Als Folge müssen Kreditinstitute Kapital in immer höherem Umfang bei der EZB lagern. Damit wird nicht nur die Kreditvergabe ausgebremst, sondern auch die Negativzinsbelastung fällt immer stärker aus. Die Verlierer sind vor allem Privatanleger und Unternehmen, die größere Geldbeträge auf Spar-, Giro- oder Verrechnungskonten lagern. Durch die hohen Geldbeträge, welche auf den Konten liegen, entstehen der Finanzbranche sehr hohe Belastungen, die sie zunehmend an die betreffenden Anleger weiterbelasten.

Finanzmarktexperten gehen von einem langanhaltenden Trend aus: „Wir müssen uns langfristig mit Negativzinsen befassen, sie werden wahrscheinlich bleiben“, so der Wirtschaftshistoriker Paul Schmelzing in einem Interview mit Focus Online. Als Gründe für den Negativtrend sieht Schmelzing demographische Entwicklungen, ein verringertes Verlustrisiko sowie die kontinuierliche Ansammlung von Geld in der Wirtschaft.

Anleger, die nicht bereit sind, diese Entwicklung mitzugehen, haben verschiedene Möglichkeiten, Cashbestände über kurz- und mittelfristige Zeiträume professionell zu parken. Im Rahmen der Risikoadjustierung werden zunehmend Kapitalverluste in Folge negativer Zinsen gegen unternehmerische Investmentlösungen mit entsprechenden Chancen und Risiken abgewogen.

Rentenfonds als Alternative für professionelles Geldparken

Viele Anleger haben immer wieder eine bestimmte Summe an Cash auf ihren Verrechnungskonten. Diese Art der Verwahrung kann aber schnell viel Geld kosten. Eine sinnvolle Methode, um Geld zwischenzuparken, ist die Anlage in weniger volatile Rentenfonds, die auf einen kurz- bis mittelfristigen Anlagehorizont ausgerichtet sind.

Exemplarisch beleuchten wir den

Rücklagenfonds 1

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