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Frankfurt/Main (dpa) – Wegen der fortschreitenden Digitalisierung werden in Deutschland immer mehr Bankfilialen geschlossen. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Bankfilialen um 11,5 Prozent auf noch 23.588, wie die Bundesbank in Frankfurt berichtete. Insgesamt wurden in dem Jahr 3079 Zweigstellen geschlossen, nach 1220 im Jahr 2019. Nach Einschätzung der Bundesbank hat die Corona-Pandemie die bereits seit Jahren anhaltende Entwicklung noch beschleunigt.

Die Zahl der eigenständigen Kreditinstitute ging hingegen nur um 2,2 Prozent auf 1679 zurück. Im Jahr 2019 war der Rückgang mit einem Minus von 3,7 Prozent noch stärker ausgefallen. Der für die Bankenaufsicht zuständige Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling rechnet mit weiteren Einschnitten. Er erklärte: «Damit unsere Banken auch mittelfristig stabil und rentabel bleiben, werden auch künftig unpopuläre Geschäftsentscheidungen wie die Schließung von Filialen und die Aufgabe von Eigenständigkeit notwendig sein.»

Im Ausland verringerten die deutschen Banken zwar die Zahl ihrer Tochterunternehmen, steigerten aber gleichzeitig die Zahl ihrer Filialen um 8,8 Prozent auf 273.

Zuletzt hatte sich die Deutsche Bank mit dem Betriebsrat auf einen Filialabbau geeinigt.

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